Surfen, Yoga und Coaching am Meer

Surfen, Yoga und Coaching am Meer

Coaching am Meer

Susanne und Monica machen gemeinsame Sache und zwar als Coaches. In unserem Interview erzählten sie uns, was es mit ihrem Leitspruch „Besorg´s dir selbst“ auf sich hat. Außerdem berichten sie uns, warum wir in einer „Generation der Selbstoptimierung“ leben und dass das aber nur wenig mit Coaching zu tun hat.

Stellt euch doch bitte kurz vor. Was genau bietet ihr in eurem Coaching an?

Susanne ist 45 und über verschiedene Stationen schließlich im Bereich Human Resources gelandet, hat in dem Rahmen eine Ausbildung zur systemischen Personal- und Business-Coaching absolviert und bietet Coachings nebenberuflich an. In ihrer Freizeit kümmert sie sich um ihren pubertierenden 14-jährigen Sohn und fährt am liebsten in Surfurlaube mit ihm.

Monica ist eine 41-jährige Berlinerin, die als Führungskraft in einem Startup in der Personalentwicklung arbeitet. Sie ist außerdem Job- und Karriere-Coach. In ihren Coachings wendet sie oft Methoden der Gestalttherapie an, die sie seit fünf Jahren leidenschaftlich studiert. Monica liebt es, mit ihren Freunden und beiden Teenager-Jungs in Portugal zu surfen und die Natur zu entdecken.

Unser Fokus liegt auf der Entdeckung und den Nutzmöglichkeiten der Ressourcen unserer Klienten. Sozusagen die Quelle jedes Einzelnen, die wir durch unsere Coachingmethoden und all unsere Lebenserfahrung gemeinsam entdecken, um sie bestmöglich einzusetzen. Wir glauben fest daran, dass jeder alles lernen, machen und erreichen kann – wenn er will. Wirklich will. Dabei unterstützen wir jeden mit unserem Wissen, unserer Erfahrung, mit unserer Energie und unserer Freude am Menschen.

Ihr bietet Coaching im Doppelpack an, was genau haben eure Kunde davon?

Wir sind uns einig in unserer Lebenseinstellung, haben aber unterschiedliche Backgrounds. Monica kommt aus der Gestalttherapie und hat viel Trainingserfahrung in den Bereichen Life und Business. Sie lässt Gestaltmethoden in die Workshops einfließen, die das Fühlen sehr berücksichtigen. Susanne hat jahrelange klassische HR-Erfahrung, die sie bei Bedarf einfließen lassen kann. Sie arbeitet sehr zielorientiert. Die Mischung daraus macht’s, finden wir.

In eurem „Coaching am Meer“-Angebot verbindet ihr Coaching mit Urlaub. Was genau erwartet mich in den sieben Tagen am Meer und was ist das Ziel des Coaching-Urlaubs?

Vor allem Spaß! Und du gehst mit deinem Masterplan für dein zufriedeneres Leben nach Hause. Wir kennen das doch alle. Im Urlaub fängt man an, sich Gedanken über sein Leben zu machen, nimmt sich irgendwas vor, kommt mit Träumen zurück – und diese zerplatzen wie Ballons auf einem Kindergeburtstag genauso schnell wie sie entstanden sind. Warum das so ist? Im Urlaub, mit Sonne und Meer, kann man den Gedanken freien Lauf lassen. Die Weite des Meeres, die Füße im Sand, die salzige Luft in der Nase – da lässt man vieles, was stört, ganz schnell hinter sich. Wir möchten diesen Abstand und diese Entspannung nutzen, um in genau dieser ruhigen Atmosphäre intensiv am eigenen Leben zu werkeln, feilen, formen. Und um die Pläne so zu schmieden, dass sie Bestand haben – auch zu Hause. Und eben nicht nur heiße Luft sind.

Wie geht ihr dafür vor?

Um den eigenen Masterplan zu erstellen (was kann ich ganz konkret angehen, um mein Leben in die Richtung zu drehen, in der ich es haben möchte?) haben wir sieben Schritte entwickelt. Angefangen beim Entdecken der eigenen Werte und Ressourcen, über die Entwicklung von Visionen und Zielen und noch mehr. Außerdem werden sich hinterher alle ein ganzes Stück besser selber kennen, die eigenen Werte und Ressourcen erforscht haben, die ein oder andere gedankliche Selbstblockade überwunden haben. Und vielleicht wird sich auch jemand etwas getraut haben, das vorher undenkbar gewesen wäre.

Neben dem Coaching können die Teilnehmer noch zwei gratis Schnupperkurse im Wellenreiten mitmachen. Da kommt man schnell an seine (Frust-)Grenzen, aber wenn man es dann doch schafft, auf diesem wackeligen Ding zu stehen (und wenn auch nur kurz), entsteht da ein wahnsinniges Glücksgefühl. Wer will, kann außerdem noch an den täglich stattfindenden offenen Yogakursen teilnehmen. Es ist also eine Body-Soul-Mind-Reise. In einer unglaublich entspannten Surf Camp Atmosphäre.

Susanne Schwarz und Monica Breitkreutz

Warum glaubt ihr wird Coaching immer populärer?

Wir befinden uns inmitten eines gesellschaftlichen Wandels. Ging es in der Nachkriegszeit um das nackte Überleben und den Wiederaufbau, so leben wir heute in einer sehr sicheren Zeit mit wenig existenziellen Sorgen. Das schafft Raum, um sich um sich selbst zu kümmern. So abgedroschen Maslows Bedürfnispyramide auch sein mag – die meisten von uns befinden sich ganz oben an der Spitze, wo es um Selbstverwirklichung geht. Hier zur Zufriedenheit zu kommen klingt einfacher gesagt als getan. Wir sind nie ganz zufrieden, es gibt immer Luft nach oben. Doch weil es manchmal schwer ist, für sich herauszufinden, was wirklich erfüllt, braucht es hin und wieder Unterstützung von außen – jemanden, der ganz neutral Fragen stellt und dabei hilft, die Spreu vom Weizen zu trennen. Dann erlangst du Klarheit und kannst Entscheidungen für dich besser treffen. Das machen wir im Coaching.

Sehr oft liest man, dass wir die „Generation der Selbstoptimierung“ sind. Geht es im Coaching auch darum?

Nein. Es geht nicht darum, noch besser, schlauer, schöner oder sonst was zu werden. Sondern darum, sich selber besser kennen zu lernen, sich selber besser einschätzen zu können. Sich selbst‚bewusst’ zu werden. Nur wenn du dich selbst gut kennst, kannst du wissen, was du wirklich willst. Und danach dein eigenes Leben ausrichten. Und dadurch zufriedener werden. Wenn ein zufriedenes Leben als Selbstoptimierung betrachtet wird, dann schon – aber wir sehen das anders.

In unserem Vorgespräch habt ihr vom sogenannten „Tinder-Effekt“ gesprochen. Gemeint habt ihr damit, dass es bei den teilweise unendlichen Auswahlmöglichkeiten immer schwerer fällt, Entscheidungen zu treffen. Woran liegt das? Habt ihr Tipps, wie man einfacher Entscheidungen treffen kann?

Durch soziale Netzwerke und Apps wie Tinder haben wir auf einmal viel mehr Möglichkeiten, Menschen kennenzulernen. Gerade in Berlin schießen Startups wie die Pilze aus dem Boden. Die Auswahl an Partnern und Jobs erscheint überwältigend. Das Unangenehme daran ist, dass du eine Entscheidung umso schwerer treffen kannst, je mehr Auswahlmöglichkeit du hast. Und eigentlich streben doch fast alle auch nach ein bisschen Sicherheit und Ruhe. Nach der großen Liebe. Dem Traumjob.

Was wir festgestellt haben, ist nun Folgendes: Je genauer du deine inneren Werte kennst, desto besser kannst du wichtige Entscheidungen treffen. Hier setzen wir an: Lerne deine Werte kennen. Finde die Werte, die im Konflikt miteinander stehen. Beobachte, wie sie sich im Laufe deines Lebens ändern. Schenke ihnen viel Aufmerksamkeit bei deinen Entscheidungen. Höre auf deinen Bauch – denn der kennt dich und deine Werte meist besser, als es dir bewusst ist.

Ein Credo von euch ist „Besorg´s dir selbst“. Was meint ihr mit dieser doppeldeutigen Aussage?

Wenn ihr jetzt an Sex denkt – klar, warum nicht?! Uns geht es aber um noch viel mehr. Wenn wir mal den etwas weniger anzüglichen Satz „Jeder ist seines Glückes Schmied“ nehmen, weiß wohl jeder was gemeint ist: Hör auf zu jammern. Hör auf, anderen die Schuld an deiner Misere zu geben. Hör auf, deinem Schicksal, deinem Chef, dem Finanzamt die Schuld in die Schuhe zu schieben. Du willst zufrieden sein? Du willst glücklich sein? Dann besorg’s dir selbst. Kümmre dich um dich. Sorge für dich. Liebe dich. Mit uns schaffst du es, deiner Zufriedenheit näher zu kommen. Wir zeigen dir wie – aber gehen darfst du selber. Entweder mit uns am Meer „7 Tage – 7 Schritte“ oder in unserem Berliner Workshop „Besorg’s dir selbst: Dein zufriedeneres Leben in 7 Schritten“.

Welche 3 Hashtags beschreiben euch und euer Coaching am besten?

Erlebnis, Spaß, dynamisch

Vielen Dank Susanne und Monica, für das Interview!

Hier findest du Monicas Coachimo-Profil und Susannes Coachimo-Profil.