Dagmar Butowski – Achtsamkeit ist eine bewusste Haltung zum Leben

Dagmar Butowski – Achtsamkeit ist eine bewusste Haltung zum Leben

Dagmar Butowski - Coachimo

Dagmar war Filialleiterin bei einem großen Einzelhandels-Unternehmen und ist vor zwei Jahren das erste Mal mit dem Thema Achtsamkeit in Berührung gekommen. Durch Dagmars positive Erfahrungen mit dem eigenen Achtsamkeits-Training und der Leidenschaft andere Menschen zu trainieren, hat sie sich schließlich nach ihrer 18-monatigen Achtsamkeitsausbildung als Coach selbstständig gemacht. Mit uns sprach sie daüber, warum Achtsamkeit momentan in aller Munde ist und warum wir lernen müssen, wieder in unser Vertrauen uns kommen. Mehr über Dagmar erfährst du auf ihrem Coachimo-Profil!

Liebe Dagmar, wie bist du zum Coaching gekommen?

In der letzten Zeit habe ich mein Leben komplett „umgekrempelt“ und endlich den Schritt in die Selbstständigkeit gemacht. Der fiel fast auf meinen 50. Geburtstag. Seitdem kann ich machen, was ich wirklich will... Menschen dabei unterstützen, den wunderbarsten Menschen der Welt kennenzulernen: sich selbst.

Und wie bist du Coach für Achtsamkeit geworden?

Ich erinnere mich tatsächlich an eine auslösende Situation. Ich stand unter enormem inneren Druck und erwartete einen äußerst wichtigen Anruf. Eher zufällig nahm ich ein Buch über Achtsamkeitsmeditationen in die Hand und las darin etwas über das Atmen. Ich war fasziniert, wie schnell diese einfache Atem-Übung mich beruhigte. Das machte mich neugierig.

Das Thema Achtsamkeit ist seit einiger Zeit in aller Munde. Was genau muss man sich unter dem Begriff vorstellen und warum denkst du, löst es gerade so einen Hype aus.

Achtsamkeit ist eine bewusste Haltung zum Leben mit der Akzeptanz aller auftretenden Gefühle und Emotionen wie Freude, Glück, aber auch Schmerz, Trauer, Wut. Wenn man all die Lifestyle-Trends der letzten Jahre anschaut, haben diese negativ besetzten Themen dort fast nicht stattgefunden. Über die uralte Kultur der Achtsamkeit kommen Menschen wieder in Kontakt mit sich selbst, sie spüren sich und das Leben. Durch die immer stärkere Reizüberflutung von außen übt der Rückzug nach innen eine neue Faszination aus.

Im Alltagsstress funktioniert man oft nur noch und achtet wenig auf sich und seine Umwelt. Was ist ein einfaches Beispiel, Achtsamkeit wieder mehr im Alltag zu integrieren?

Beim S- und U-Bahn-Fahren eine Station etwa in der Mitte deiner Strecke auswählen. Wird die Station angesagt, beobachte bis zur nächsten Stationsansage deinen Atem. Nur konzentriert beobachten. Tief, schnell, flach, kurz? Wo spürst du ihn am intensivsten im Körper? Geht auch prima beim Warten an jeder roten Ampel oder an der Kasse im Supermarkt.

Achtsamkeit und Meditation sind sehr stark miteinander verbunden. Wie kann Meditation dich dabei unterstützen, achtsamer zu werden?

Beim Meditieren beruhigt sich erst der Körper, später auch der Geist. Das geschieht zunächst durch das reine Beobachten deiner Atmung, dann deiner Gedanken. Durch das bewusste Loslassen jeder Art von Gedanken bekommst du mit etwas Übung bald einen klareren Kopf. Außerdem wird deine Intuition geschärft und macht Entscheidungsfindungen oft einfacher.

In unserem Vorgespräch hast du gesagt, dass wir wieder lernen müssen, ins Vertrauen zu kommen. Was genau meinst du damit und warum glaubst du, ist das so wichtig?

Wir haben nicht gelernt, etwas zu wagen, zuversichtlich zu sein, einfach uns selbst zu vertrauen. Stattdessen vertrauen wir dem Arbeitgeber, dem Partner, der Rentenversicherung und zweifeln an uns selbst. Dadurch opfern wir unsere Chancen, unsere Träume, statt voller Vertrauen in uns selbst all die Möglichkeiten zu erkennen und ihnen intuitiv zu folgen.

Als Achtsamkeitscoach hast du das Thema inzwischen selbst in deinen Alltag integriert. Was hat sich seitdem im Vergleich zu deinem Leben davor bei dir verändert?

Durch die Konzentration auf eine Sache zu einer Zeit schaffe ich mehr. Meine Wahrnehmung ist offener, weil ich versuche, nicht mehr zu bewerten und zu vergleichen. Und ich reagiere gelassener, weil ich nicht mehr auf jeden Impuls anspringe, den mir mein Hirn schickt.

Welche drei Hashtags beschreiben dich und dein Coaching am besten?

Atmen, Lachen, Mut machen